Etikette in Mexiko

Umgang im Alltag

Grundsätzlich nimmt die Mündlichkeit in Mexiko einen hohen Stellenwert ein: Oftmals werden Informationen mündlich weitergegeben und finden sich nicht in schriftlicher Form. Es wird also viel miteinander gesprochen – in allen möglichen Alltagssituationen bespricht man sich also einfach mit dem Fremden, der neben einem steht: Jemanden anzusprechen, den man nicht kennt, ist in Mexiko also nichts Besonderes.

Häuserfassade in Mexiko

Häuserfassade in Mexiko


Die Diskussionen der Mexikaner sind oft sehr lebhaft – spontane Ideen werden häufig eingeworfen. Eine „Punkt für Punkt“-Diskussion findet man eher selten. Mit Vornamen werden nur enge Vertraute und Familienmitglieder angesprochen.

Sprache

Viele tausende US-Amerikaner machen jährlich Urlaub in Mexiko, doch viele Mexikaner sind auf die reicheren Nachbarn aus dem Norden nicht gut zu sprechen. Um nicht selbst für einen Gringo gehalten zu werden, ist es manchmal besser, ein paar Spanischbrocken aus dem Schulunterricht hervorzukramen.

Geschäftlicher Umgang

Zur Geschäftsetikette gehört auch, dass das „Du-Angebot“ von der mexikanischen Seite kommt. Akademische Titel wie „doctor“ sind wichtig und fallen auch im Gespräch häufig. Im Gespräch kann es häufiger passieren, dass man unterbrochen wird – ein kreativer, spontaner Umgang mit der Sprache gehört zu Mexikos Kultur. Fehler im Geschäftsablauf werden allerdings selten ausdiskutiert, sondern eher unter den Teppich gekehrt – auf „Gesichtswahrung“ wird viel Wert gelegt. Nicht selten haben europäische Manager in Mexiko deshalb oft das Gefühl, dass ihnen schlechte Nachrichten vorenthalten werden. Wer wissen möchte, was wirklich passiert, sollte also stärker auf das „Wie“ der Botschaft achten und im Zweifelsfall „durch die Blume“ nachfragen. Ein direktes „Nein“ wird selten ausgesprochen – eine Ablehnung wird lieber höflich umschrieben. Konstruktive Kritik wird oftmals als Angriff auf die Persönlichkeit gesehen – deshalb sollte eher indirekt kritisiert werden. Ein Angestellter sollte nicht vor anderen getadelt werden. Verträge werden in Mexiko oft während eines gemeinschaftlichen Abendessens oder eines Frühstücks abgeschlossen!

Die Uhren ticken anders

Wir wissen es alle – im Süden ticken die Uhren einfach anders. Dies gilt auch für Mexiko: Pünktlichkeit hat hier nicht dieselbe Bedeutung wie in Mitteleuropa. Auch bei wichtigen Treffen ist es absoluter Usus, eine Viertelstunde zu spät einzutrudeln. Dasselbe gilt bei Einladungen: Wer sich zum Abendessen trifft, kommt mindestens eine halbe Stunde später, als verabredet – oder sitzt eine Weile allein da. Wer nach Hause eingeladen wird, bringt ein kleines Gastgeschenk mit.

Trinkgeld

In guten Restaurants und Hotels sind 10 Prozent Trinkgeld üblich. Also: Nicht lausen lassen – dann rückt der Kellner auch mit ein paar Geheimtipps zur Gegend raus.

Kleidung

In ländlichen Gegenden sollte zu knappe Kleidung vermieden werden. In Kirchen sollten Arme und Beine bedeckt werden, bevor man eintritt!

Hier weitere Fotos von meiner Mexiko Reise:


Weitere Informationen über Mexico:

Tourismus in Mexiko

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Tourismus in Mexiko

Badeurlaub an weißen Sandstränden unter tropischen Palmen oder lieber eine Kulturreise zu den Stätten der Mayas? Trekking oder Tauchen? Oder alles zusammen? Mexiko ist ein so vielfältiges Land, dass im Grunde jeder Reisende für sich die passende Aktivität, die liebste Region oder das schönste Städtchen findet. Jedes Jahr reisen etwa 20 Millionen Touristen in das zentralamerikanische Land, um die herrlichen, rund 10.000 Kilometer langen Strände, die atemberaubenden Vulkane, die Flora und Fauna der Regenwälder oder die kulturelle Vielfalt mit ihren bunten Festen zu genießen.

Merida Indianerdenkmal

Merida Indianerdenkmal

Die meisten Besucher des Landes kommen aus den USA und aus Kanada, an dritter Stelle stehen die Gäste aus Europa. Rund 8 Prozent des BIP erwirtschaftet die Tourismusindustrie – und schafft etwa 1,8 Millionen Arbeitsplätze. Doch nicht nur Touristen von außerhalb tragen zum blühenden Tourismus bei – auch der inländische Tourismus spielt in Mexiko eine wichtige Rolle. Vor allem Ausflüge zu den Wallfahrts- und Badeorten sind bei den Mexikanern selbst sehr beliebt.

Tourismus-Regionen in Mexiko

In Mexiko gibt es einige Touristenregionen – eine der bekanntesten ist die Riviera Maya an der Karibikküste. Der 140 Kilometer lange Küstenabschnitt auf der Halbinsel Yucatán ist ein noch unberührter Traum aus tropischem Grün, weißem Sand und tiefblauem Ozean. Auch Kulturreisende lassen sich hier nieder – und besuchen die alten Stätten der Mayas, wie beispielsweise die Tempel in Tulun. Cancún liegt ganz im Norden der Riviera Maya – die Stadt wuchs seit den 1970ern zu einer Touristenhochburg heran: Heute verbringen dort jährlich drei Millionen Urlauber ihre Ferien.

Die Isla Cozumel gehört ebenfalls zu den bekanntesten Touristenorten des Landes: Das attraktive Reiseziel vor der Küste Mexikos lockt mit ausgedehnten Sandstränden und glasklarem Wasser und liegt etwa 15 km vor der Halbinsel Yucatán. In der westlich gelegenen Hauptstadt San Miguel de Cozumel leben heute etwa 90.000 Menschen – einst besiedelten die Maya die Insel. Die Ruinen der Maya-Ära können noch heute im Inneren der Insel besichtigt werden, zum Beispiel die Ruinen von San Gervasio.

Weitere bekannte Badeorte in Mexiko sind beispielsweise Acapulco, Huatulco und Zihuatanejo.

Öko-Tourismus

Dem nachhaltigen Tourismus kommt verstärkt Bedeutung zu – Öko-Tourismus wird verstärkt angeboten und nachgefragt. Diese Art des Reisens soll Natur und Umwelt schonen, im besten Fall leistet der Besucher noch einen aktiven Beitrag zum Schutz der Umwelt und zu den Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung. Eine Unterart des Öko-Tourismus ist der Landtourismus, bei dem die Teilnehmer in direkten Kontakt mit der ländlichen Bevölkerung kommen.

Abenteuertourismus

Mexiko ist ideal für Abenteuerurlaub: Mit dem Fluss-Kajak oder dem Rafting-Boot werden die wilden Flüsse erkundet, mit den Wanderschuhen die Vulkane bezwungen oder die Weite der mexikanischen Landschaft vom Drahtesel aus bestaunt. Bestimmte Reiseagenturen haben sich inzwischen auf den Abenteuertourismus spezialisiert – wie zum Beispiel AMTAVE (Asociación Mexicana de Turismo de Aventura y Ecoturismo), eine Organisation von 50 Reiseveranstaltern.

Tauchtourismus

Jacques Cousteau machte seine schönsten Unterwasseraufnahmen vor der mexikanischen Insel Cozumel – eines der idyllischsten und bekanntesten Tauchgebiete der Welt. Doch damit längst nicht genug: Die Halbinsel Yucatán mit den vorgelagerten Korallenriffen, die traumhafte Baja California, an der hunderte Fischarten beheimatet sind, oder die Riviera Maya mit den wunderschönen Tropfsteinhöhlen: Mexiko ist ein El Dorado für Taucher und Schnorchler. Das Naturschutzgebiet Revillagigedo-Archipel liegt etwa 400 Seemeilen westlich der Pazifikküste und ist ebenfalls ein Taucher-Paradies, das jährlich von etwa 2.000 Touristen besucht wird. Beste Bedingungen also für spektakuläre Tauchgänge!

Hier ein paar Fotos von meiner Mexiko Rundreise:


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Fresken im Regierungspalais

Fresken im Regierungspalais

Die PRI war rund 70 Jahre lang die autoritär gefärbte Regierungspartei Mexikos – bis im Jahr 2000 die PAN übernahm. Allerdings konnte sich die neue Partei im Kampf gegen die Drogenbanden nicht durchsetzen – Politik-Experten werten die Rückkehr der PRI als Symbol dafür, dass die Bürger des Landes eine „starke Hand“ im Kampf gegen die Drogenmafia als notwendig erachten. Die großen Herausforderungen der PRI werden es sein, die Korruption sowie die Drogenkriminalität im Land zu bekämpfen, aber auch die versprochenen Steuerreformen durchzuführen.

Das politische System Mexikos

Präsidiale Bundesrepublik

Die Verfassung Mexikos entstand 1917 in der Folge der mexikanischen Revolution – seit diesem Datum ist das Land eine präsidiale Bundesrepublik. Der Präsident Mexikos ist Chef der Bundesregierung und gleichzeitig Präsident des Staates – er verfügt über weitaus mehr Kompetenzen als beispielsweise der deutsche Bundespräsident, vereint eine starke Machtbefugnis wie ein Vetorecht bei Gesetzesinitiativen des Kongresses und ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Der mexikanische Präsident wird direkt vom Volk gewählt – er darf allerdings nur sechs Jahre im Amt verbleiben. Das Verbot der Wiederwahl ist verfassungsrechtlich festgeschrieben. Der Präsident verkörpert dabei die politische Kontinuität des Landes – er wählt zudem auch die Minister der Regierung.

Die präsidiale Bundesrepublik bzw. das Parlament besteht aus einem Zweikammersystem – der Cámara de diputados (Abgeordnetenhaus) und dem Senat: Erstere hat 500 Mitglieder, während 128 Volksvertreter im Senat sitzen. Die Senatswahlen finden alle sechs Jahre statt, während die Parlamentswahlen im Drei-Jahres-Rhythmus erfolgen. Dem Staatspräsidenten, dem Kongress und den regionalen Parlamenten obliegt die Gesetzesinitiative. Die Legislative verabschiedet den Haushalt.

Die Trennung von Kirche und Staat ist in Mexiko klar geregelt: Personen, die religiösen Berufen nachgehen, beispielsweise Pfarrer, dürfen nicht in öffentliche Ämter gewählt werden.

Zentrale Steuerung trotz Föderalismus

Die 31 einzelnen Bundesstaaten des Landes werden durch Gouverneure regiert, die direkt gewählt werden. Alle nicht dem mexikanischen Kongress zugewiesenen Kompetenzen liegen bei den Bundesstaaten, allerdings wurde dieser – in der mexikanischen Verfassung verankerte – Föderalismus lange Zeit nicht umgesetzt. Seit dem Jahr 2000 wurde die Dezentralisierung allerdings vorangetrieben.

Wahlrecht und Wahlbeteiligung

Bürger erhalten mit dem 18. Lebensjahr sowohl das aktive als auch das passive Wahlrecht. Bei der letzten Wahl im Sommer 2012 gingen rund 60 Prozent der Mexikaner – also etwa 80 Millionen Menschen an die Urne, um ihre Stimme abzugeben.

Parteienlandschaft in Mexiko

Mexikos Politik wird von drei großen Parteien dominiert: Der konservativen PAN (Nationale Aktionspartei), die nun von 2000 bis 2012 regiert, der linken PRD (Demokratische Revolutionspartei) und die PRI (Institutionalisierte Revolutionspartei), die von 1929 bis 1971 rund 70 Jahre lang die Politik Mexikos dominierte. Die PRD wurde 1989 von Cuauhtémoc Cárdenas gegründet und gilt als linksdemokratisch. Die PRI ist die Staatspartei, die 70 Jahre lang an der Macht war und die Mehrzahl der Gouverneure in den einzelnen Bundesstaaten stellt. Der Schriftsteller Mario Vargas Llosa bezeichnete das PRI-Regime von einst als „perfekte Diktatur“.

Hier ein paar Bilder meiner Mexiko Reisen:


Weitere Informationen für Mexiko Urlauber:

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Gesundheit und Bildung in Mexiko

Das mexikanische Bildungswesen

In Mexiko besteht Schulpflicht für die Primarstufe – diese dauert sechs Jahre. Anschließend folgt die Mittelschule, genannt „Secundaria“, die drei Jahre lang dauert. Daraufhin folgt die „Prepa“ – eine Art Oberschule, die als Vorbereitung für den Beruf oder das anschließende Universitätsstudium gilt. Insgesamt dauert der Schulbesuch in Mexiko also 14 Jahre.

Etwa 25 Prozent der Schulkinder schaffen den Schulabschluss der Primaria allerdings nicht – dies betrifft vor allem ländliche Gebiete. Im Bundesstaat Chiapas gehen fast die Hälfte der Kinder zwischen 6 und 12 nicht zur Schule. Die Alphabetisierungsrate liegt in Mexiko bei 92 Prozent – ist also noch deutlich geringer als im Westen. Der Anteil der Analphabeten ist vor allem unter den Indigenes hoch.

Die staatlichen Schulen sind kostenlos – jedoch gehen Kinder aus „gutem Hause“ vor allem auf Privatschulen, die durch besser ausgebildete Lehrer, innovativere Lehrmethoden und vielfältigeren Unterricht und Ausstattung charakterisiert werden. Mexiko gibt etwa 5,50 Prozent seines BIP für das Bildungswesen aus.

Universitäten in Mexiko

In Mexiko gibt es etwa 700 private und 500 öffentliche Hochschulen, deren Niveau zum Teil durchaus mit den Universitäten in Europa vergleichbar ist. Insgesamt studieren etwa 2,4 Millionen Studenten an den Hochschulen des Landes – ca. 11 Prozent der Mexikaner verfügen über ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Die Studiengebühren an den Privatuniversitäten sind ähnlich hoch wie in den USA, die öffentlichen Universitäten ächzen unter dem Andrang der Studenten: Deshalb wurden Aufnahmetests eingeführt, nur etwa die Hälfte der Lernwilligen können aufgenommen werden.

Die größten Unis im Land sind die Nationale Autonome Universität von Mexiko (UNAM – Universidad Nacional Autónoma de México) mit etwa 250.000 Studenten, das Nationale Polytechnische Institut (IPN – Instituto Politécnico Nacional) und die Universität von Guadalajara (UdeG, Universidad de Gudalajara).

Gesundheitswesen in Mexiko

Das Gesundheitswesen in Mexiko ist, bis auf einige ländliche Regionen, sehr gut ausgebaut. Das Secretaría de Salud (SSA), das Gesundheitsministerium des Landes, ist ein zweigliedriges System, das aus der gesetzlichen Krankenkasse und dem Institut für Soziale Sicherheit besteht. Mexiko konnte – vor allem seit den 80er-Jahren – sein Gesundheitswesen ausbauen. Das Land verfügt über 29 Ärzte und 17 Krankenhausbetten pro 10.000 Einwohner.

Pyramide des Wahrsagers in Uxmal

Pyramide des Wahrsagers in Uxmal

Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 76 Jahren. In den ländlichen Regionen sind die größten gesundheitlichen Probleme jene der Trinkwasserversorgung, Tuberkulose, nicht fachgerecht durchgeführte Schwangerschaftsabbrüche und Mangelernährung. Während am Land nur 60 Prozent der Einwohner Zugang zum staatlichen Gesundheitswesen haben, liegt diese Quote in den Städten bei etwa 85 Prozent. Das mexikanische Arbeitergesetzt sieht vor, dass jeder Arbeiter und Angestellte in der mexikanischen Staatskrankenkasse registriert wird.

Der zu zahlende Beitrag hängt vom Einkommen ab und wird vom Arbeitnehmer und vom Arbeitgeber getragen. Es besteht die Möglichkeit, die gesetzlichen Leistungen auch ganz durch private Krankenkassen zu ersetzten.

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Handy und Telefon

Fußgängerzone von Puebla Mexiko

Fußgängerzone von Puebla Mexiko

Wer Auslandsgespräche vom Hotel weg führt, muss mit höheren Gebühren rechnen. Das Telefonieren von öffentlichen Fernsprechanlagen aus ist günstiger. Dafür wird eine Telefonkarte benötigt – ein günstiger Anbieter ist TELMEX. In Hotels, am Zeitungsstand oder auch in der Apotheke können die Telefonkarten bzw. „Calling Cards“ zu 30, 50 oder 100 Pesos erstanden werden.

Wer länger in Mexiko verweilt, kann sich ein Mobiltelefon mieten. Das Mobilfunknetz ist recht gut ausgebaut – die meisten Mexikaner nutzen dabei die Prepaid-Karten. Die wichtigsten Anbieter sind Telcel (América Movil), Movistar (Telefónica de España), Iusacell und Unefon. Alle diese großen Anbieter betreiben GMS-Netze – inzwischen ist Mexiko fast ganz auf GMS umgestellt.

Wer sein eigenes, europäisches Handy in Mexiko nutzen möchte, braucht ein so genanntes Triband-Gerät. Eine Telcel-Aufladekarte, die zu Beginn des Mexiko-Aufenthalts gekauft wird, ist zum Telefonieren ideal

Internet

Wie viele Mexikaner das Internet nutzen, kann nur geschätzt werden: Experten gehen von rund 20 Millionen Internetnutzern aus. Ende der 1980er-Jahre wurden von der UNAM erste Internetzugänge verlegt, Breitbandzugang setzt sich langsam auch in privaten Haushalten durch, während er in Internetcafés bereits Standard ist. Der Anbieter PRODIGY ist derzeit Marktführer – die Marke gehört zum Telekommunikationskonzern TELMEX. Internetcafés findet man in allen mexikanischen Städten. Bezahlt wird nach Zeit.

Mobiles Internet

Wer mit dem Smartphone verreist, möchte natürlich auch Skype und „Whatsapp“ nutzen: Diverse Anbieter, beispielsweise Movistar, bieten stunden-, tages- oder monatsweise Internet für das Smartphone an. Einfach zu Beginn der Reise ein Telefongeschäft besuchen und sich über die günstige Variante des mobilen Internets informieren.

Zeitungen und Zeitschriften

Mexiko verfügt über eine große Bandbreite an Tageszeitungen – allerdings ist der Einfluss von Fernsehen und Internet wesentlich größer und seit den 2000er-Jahren wurden aufgrund des wirtschaftlichen Drucks einige Zeitungen eingestellt. Rund 90 Prozent der Mexikaner beziehen ihre Informationen aus dem Fernsehen oder dem Radio, nur etwa 10 Prozent durch die Schriftpresse.

Bedeutende Tageszeitungen sind EL UNIVERSAL, REFORMA und die linksgerichtete LA JORDANA. Letztere berichtet regelmäßig über die sozialen Brennpunkte des Landes und tritt für die Rechte der Indígenas und der weniger wohlhabenden Bevölkerung ein. Zudem wird auch der Chiapas-Konflikt beleuchtet und nicht verschwiegen: Seit 1994 gibt es im Bundesstaat Chiapas soziale, politische und ethnisch motivierte Konflikte. Dabei stehen sich die linksradikale Bewegung des Ejército Zapatista de Liberación Nacional (EZLN) und der mexikanische Staat gegenüber. Ihre Wurzeln hat der Konflikt in der großen Armut und der Diskriminierung der in Chiapas angesiedelten Mayas.

Die Presse in Mexiko ist frei – allerdings werden Jahr für Jahr Journalisten unter Druck gesetzt oder gar ermordet. Dies gilt vor allem für Journalisten, die Recherchen im mexikanischen Drogenmilieu betreiben. Als Folge dieser gewalttätigen Repressalien sprechen mexikanische Journalisten von einer „Autozensur“ als Selbstschutz.

Hier ein paar Bilder meiner Mexico Reise:


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Kriminalität Kriminelle Delikte sind wohl das größte Sicherheitsrisiko in Mexiko. Einige Regionen sind von der organisierten Kriminalität stärker bedroht als andere: Allen voran Mexico City, aber auch die nördlichen Bundesstaaten an der Grenze zu den USA und die dortigen Städte, …

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Die Vereinigten Mexikanischen Staaten

Mexiko – Tequila, Kakteen und Wüste? Ja, auch – aber noch viel mehr! Umgangssprachlich Mexiko genannt, heißt das Land offiziell „Die Vereinigten Mexikanischen Staaten“ oder auf Spanisch: „Estados Unidos Mexicanos“. Das Land südlich der USA besteht aus 31 Bundesstaaten und …

Sicherheit in Mexiko

Kriminalität

Kriminelle Delikte sind wohl das größte Sicherheitsrisiko in Mexiko. Einige Regionen sind von der organisierten Kriminalität stärker bedroht als andere: Allen voran Mexico City, aber auch die nördlichen Bundesstaaten an der Grenze zu den USA und die dortigen Städte, beispielsweise in Tijuana, Ciudad Juarez, Reynosa, Monterrey und Chihuahua. Vor allem die Lage in der Universitätsstadt Monterrey hat sich seit 2009 aufgrund der rivalisierenden Kämpfe von Drogenbanden sehr verschärft. In den Auseinandersetzungen der Drogenkartelle kommen auch immer wieder Unschuldige ums Leben. In Mexico City sollten einige Gegenden gemieden werden: Tepito, Los Reyes und Neza. Zudem wird von Reisen nach Chihuahua, Sinaloa, Tamaulipas, Guerrero und Durango abgeraten.

Strassenzug in Tlaxcala

Strassenzug in Tlaxcala

Im Jahr 2010 kam es erstmals zum Narkoterrorismus. In Ciudad Juarez explodierte eine Autobombe. Es folgen weitere Bomben in anderen Gegenden des Landes. Für folgende Gebiete gilt ein erhöhtes Sicherheitsrisiko:

Ciudad Juárez und Umgebung

  • Bergzone (Sierra Madre Occidental) der Bundesstaaten Chihuahua, Durango, Sinaloa und Sonora
  • Im Bajo Valle del Río Bravo, dem Grenzstreifen zwischen Texas und dem mexikanischen Bundestaat Tamaulipas
  • Im urbanen Raum der Stadt Monterrey: Die Bezirke Santiago, Juárez, Cadereyta, Salinas Victoria, Escobedo, Apodaca, San Nicolás de los Garza, Guadalupe, Santa Catarina y García, sowie Cumbres, Norte y Sur del municipio de Monterrey
  • Durango Stadt: In den Bundestaaten Michoacán, Zacatecas und Guerrero ( vor allem in Acapulco)

Noch einige Sicherheitstipps:

  • Taxis sind in Mexiko sehr günstig. Vom Flughafen aus sollte auf jeden Fall ein Taxi zum Zielort genommen werden. Allerdings sollten nur die Taxis von den offiziellen Taxiständen – den Sitios – genutzt werden.
  • Mit der Metro kommt man in Mexico City gut voran. Allerdings sollten keine Wertsachen am Körper getragen werden. Falls sich dies nicht vermeiden lässt, sollte gerade bei Menschenansammlungen in der U-Bahn oder an Bushaltestellen besonders gut auf das Gepäck und die Wertsachen achtgegeben werden.
  • Wer trotz aller Vorsicht überfallen oder ausgeraubt wird, sollte den Anweisungen der Täter folgen und keine Gegenwehr leisten. Ansonsten könnte der Dieb von seiner Schusswaffe Gebrauch machen.
  • Verzichten sie auf auffälligen Schmuck!
  • Flugtickets, Pass etc. sollten im Hotelsafe deponiert werden. Am besten Kopien in elektronischer Form mit dabei haben.
  • Vermeiden sie Pkw- und Busfahrten bei Nacht
  • Alkoholische Getränke dürfen in ganz Mexiko nicht auf der Straße genossen werden – ansonsten drohen Bußgelder. Seit 2009 wurde der Besitz von geringen Mengen an Drogen in Mexiko entkriminalisiert: Die Obergrenze des persönlichen Bedarfs liegt bei fünf Gramm Marihuana, einem halben Gramm Kokain und 0,015 Milligramm LSD. Strafen drohen erst bei der Überschreitung dieser Grenzen.
  • Reiseleiter oder Fremdenführer sollten im Besitz eines offiziellen Ausweises von SECTUR, dem mexikanischen Tourismusministeriums, sein.

Naturkatastrophen und sonstige Hinweise

Von Mai bis November ist in den Südstaaten der USA und in Mexiko Hurrikansaison. In dieser Zeit kann es zu Tropenstürmen, starken Regengüssen und zu Überschwemmungen mit Erdrutschen kommen. Wer in dieser Zeit nach Mexiko reist, sollte nur einen Wagen mit Allradantrieb, am besten einen Geländewagen mieten. Um nicht von Unwettern überrascht zu werden, sollte man die regionalen Wettervorhersagen verfolgen. Aktuelle Hurrikaninformationen zu Mexiko gibt es im Internet unter www.nhc.noaa.gov und www.wunderground.com/tropical/.

Giftige Tiere
Ungefähr 750 verschiedene Schlangenarten bevölkern Mexiko – etwa ein Fünftel der in Mexiko lebenden Schlangen ist giftig. Vor Klapperschlangen, Korallenschlangen, Buschmeister, Vipern und vor Lanzenottern sollte man sich in Acht nehmen. Die Colima-Klapperschlange ist mit einer Körperlänge von zwei Metern die größte Giftschlange des Landes.

Auch einige giftige Spinnen sind in Mexiko zuhause: Während der Biss der Vogelspinne zwar höllisch weh tut, birgt er keine akute Lebensgefahr. Ganz anders die Schwarze Witwe – ihr Biss kann tödlich sein.

Ob Schlange oder Spinne, wer gebissen wird, muss sofort zum Arzt!

Hier findet Ihr ein paar Bilder von meiner Mexiko Reise:


Hier gibt´s weitere Infos zum Mexiko Urlaub:

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Die Vereinigten Mexikanischen Staaten

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Wirtschaft in Mexiko

Aktuelle Wirtschaftslage

Mexiko, ein „upper middle income country“, ist nicht nur flächenmäßig, sondern inzwischen auch wirtschaftlich ein Schwergewicht: 2011 lag das nominale BIP – das Bruttoinlandsprodukt des Landes – bei 1.661 Milliarden US-Dollar. Damit rangiert Mexiko derzeit auf Platz 14 der Rangliste der größten Volkswirtschaften der Welt. Das BIP pro Kopf liegt bei 14.610 US-Dollar. In den vergangenen Jahren ist das BIP – bis auf das Krisenjahr 2009 – stetig gestiegen. Mexiko ist sowohl Mitglied der OECD als auch der G20 und gehört heute zu den großen Industrienationen der Welt.

Opernhaus von Mexiko City

Opernhaus von Mexiko City

Die mexikanische Wirtschaftsstruktur

Seit den 1990er-Jahren unterzeichnete Mexiko zahlreiche Freihandelsabkommen und hat seine Wirtschaft stark dereguliert, allerding erwuchs daraus nicht unbedingt eine größere Vielfalt. Auch nachdem die Privatisierung fast abgeschlossen ist, bestehen zahlreiche Oligopole und Monopole und die Dominanz privater Firmen wächst. Experten sind der Meinung, dass zahlreiche Verbraucherpreise in Mexiko deutlich überhöht sind.

Die Energiewirtschaft ist auch heute noch Staatsmonopol: Sie liegt in den Händen des staatlichen Erdölgiganten Petróleos Mexicanos (Pemex) und der CFE (Comisión Federal de Electricidad), dem größter Stromproduzenten Lateinamerikas. Im Norden Mexikos gibt es zahlreiche Montagebetriebe, die Maquilas – sie beschäftigen hauptsächlich Immigranten zu Niedriglöhnen und wurden in der so genannten „Zona Franca“ errichtet, einer zollfreien Produktionszone.

Wirtschaft nach Sektoren

Auch in Mexiko macht der Dienstleistungssektor inzwischen den Löwenanteil der Wirtschaft aus: Rund 70 Prozent des BIP werden dort erwirtschaftet. Die Industrie nimmt mit 27 Prozent Anteil am mexikanischen BIP, während die Landwirtschaft nur mehr etwa 3 Prozent ausmacht. In der Landwirtschaft werden vor allem Mais, Südfrüchte, Zuckerrohr, Weizen, Wolle, Kaffee, Reis und Bohnen angebaut – Mexiko ist der viertgrößte Maisproduzent der Welt.

Erdöl, Stahl und Autos

Dem Erdölsektor kommt in Mexiko besondere Bedeutung zu – rund 10 Prozent der amerikanischen Exporterlöse sind auf Erdöl zurückzuführen. Pro Tag produziert Mexiko 3,7 Millionen Barrel – damit ist das Land der sechsgrößte Erdölproduzent der Welt. Das staatliche Erdölunternehmen PEMEX setzt im Jahr etwa 100 Milliarden US-Dollar um. Die mexikanische Industrie wird zusätzlich noch von der Herstellung von Stahl und Baustoffen, Autos und der Chemieindustrie geprägt.

Der größte Handelspartner Mexikos sind die USA, an die rund 80 Prozent der gesamten Exporte gehen. Damit ist Mexikos Wirtschaft in hohem Maße von der Konjunktur in den USA abhängig. Weitere Handelspartner sind Kanada, Spanien, die Antillen und Deutschland.

Ausblick

Alle Zeichen in Mexiko stehen auf Wachstum – in den vergangenen Jahren ist das BIP stetig angestiegen und auch die Armutsbekämpfung konnte Erfolge verzeichnen. Die Vermögensverteilung verbesserte sich gegenüber den vergangenen Jahren leicht. Allerdings ist Mexiko weiterhin von sozialen Spannungen aufgrund der ungleichen Vermögensverteilung gekennzeichnet. Laut dem letzten Bericht der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik leben 36 Prozent der Mexikaner unterhalb der Armutsgrenze – dies betrifft vor allem die ländlichen Gebiete.

Neben der Korruption ist eine der größten künftigen Herausforderungen Mexikos die Eindämmung des Drogenkriegs: Allein im Jahr 2011 starben 13.000 Menschen bei den Kämpfen der rivalisierenden Banden – obwohl das Land 45.000 zusätzliche Soldaten zur Sicherheit postiert hat. Vor allem im Norden Mexikos, wo sich die Schmugglerrouten in die USA befinden, ist der Drogenkrieg längst in der Realität der Menschen angekommen.

Hier ein paar Bilder von meiner Mexiko Reise:


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Verkehr und Mobilität in Mexiko

Der Straßenverkehr in Mexiko
Der Verkehr ist in Mexiko recht unterschiedlich: Während die Straßen im hohen Norden oft menschenleer sind, herrscht im Hochland – vor allem natürlich in und um Mexico City – starker Verkehr. Die Straßen sind in einem relativ guten Zustand – allerdings muss jederzeit, insbesondere während der Regenzeit, mit Erdrutschen und Überschwemmungen gerechnet werden. In bestimmten Regionen besteht auch die Gefahr, dass Tiere die Straße überqueren. Auf Landstraßen darf bis zu 80 km/h, auf Autobahnen bis zu 110 km/h und in Ortschaften bis zu 40 km/h schnell gefahren werden. Militärische Kontrollposten und Polizei gehören in Mexiko zum Straßenverkehrs-Alltag, auch Drogenkontrollen sind nichts Besonderes. Der Fahrstil der Mexikaner ist „südländisch“ – also temperamentvoll. Deshalb: Auch wenn die Ampel „grün“ anzeigt, auf vorbeifahrende Fahrzeuge achten.

Rostlaube in Mexiko

Rostlaube in Mexiko

In Mexico City sollte man als Tourist das Autofahren besser vermeiden – hier herrscht chaotischer Verkehr. Dafür können Besucher auf die sehr guten öffentlichen Verkehrsmittel oder auf Taxis („Sititios“ Funktaxis) zurückgreifen.

Sicherheit im Straßenverkehr
Nachtfahrten mit dem PKW sollten, falls möglich, vermieden werden. Die Nebenstraßen sind oft in schlechtem Zustand – ungesicherte Hindernisse sind nachts kaum zu sehen.

Während Überlandfahrten sollten Reisende besser nicht anhalten, wenn ihnen eine Panne signalisiert wird: Besser ist es, die Polizeiwache oder nächste Tankstelle über den Notfall zu informieren. Anhalter sollten nicht mitgenommen werden. Wenn Halt gemacht wird, dann am besten an belebten Raststellen, kleine Haltebuchten besser vermeiden. Auch beim Parken gilt es, ein paar Regeln zu beachten: Taschen, Wertsachen etc. nicht sichtbar auf dem Sitz liegen lassen, sondern im Kofferraum verstauen.

Die gelb markierten Bordsteine bedeuten Halteverbot! Dort nicht parken, sonst wird das Auto abgeschleppt und es winkt eine hohe Geldstrafe. In Mexiko gilt die 0,8 Promille Grenze. Auf der Webseite www.cochera-andina.com finden Reisende zahlreiche Informationen zu den Straßenverhältnissen im Mexiko.

Bus- und Zugverbindungen in Mexiko

Mit Bussen kommt man in Mexiko gut weiter – zentrale Busbahnhöfe (central camionera) finden sich inzwischen in den meisten Städten. Wer nicht mit dem Mietwagen reist, dem bietet sich das umfangreiche und kostengünstige Überlandbusnetz als Alternative an. Diese „camiones de primera“ fahren von einer größeren Stadt zur nächsten. Die erste und zweite Klasse entspricht europäischem Standard. Busse dritter und vierter Klasse sind hingegen meist ältere Modelle, mit denen meist Einheimische reisen.

Diese Busse werden auch „guajoloteros“ genannt – wobei „guajolote“ so viel wie „Truthahn“ bedeutet und – man ahnt es schon – auch Namensgeber der Busse sind: Es reisen nämlich oft auch Haustiere mit, also Hennen oder eben Truthähne. Die Busse der letzteren Klassen sind zwar weniger sicher, allerdings bekommt man während einer Reise mit den guajoloteros einen authentischen Eindruck von Land und Leute.

Die Minibusse, die so genannten „Peseros“ sind sehr kostengünstig und halten überall auf ihrer Strecke an, wo die Fahrgäste möchten. Allerdings ist bei der Reise mit den Peseros etwas Ortskenntnis gefragt.

Die Züge sind in Mexiko unterdurchschnittlich entwickelt – die wenigen Eisenbahnen sind meist langsam und unpünktlich – stundenlange Verspätungen sind nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel. Es empfiehlt sich daher, mit Bussen zu reisen.

Die Zugfahrt Mérida-Campeche-Palenque ist allerdings zu empfehlen – mit dem Expreso Maya kann eine schöne, fünftägige Reise gemacht werden.

Eine spektakuläre Strecke ist die des Chihuahua-Pacific Railway „El Chepe“ (Internet: www.chepe.com.mx). Der Chepe fährt von Chihuahua nach Los Mochis durch den berühmten Copper Canyon.

Am Wochenende verbindet der Tequila Express (Internet: www.tequilaexpress.com.mx/) Guadalajara mit Tequila.

Nähere Auskünfte über die Verbindungen und Serviceleistungen sind bei Ferrocarriles Nacionales de México (Internet: www.ferromex.com.mx) erhältlich.

Hier ein paar Fotos von meiner Mexiko Reise:


Weitere Infos über Mexico:

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Unterkunft in Mexiko

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Essen in Mexiko

Die bewegte Geschichte des Landes spiegelt sich nicht zuletzt in der abwechslungsreichen, bunten, vielfältigen und fantasievollen Küche des Landes wider: Kulinarische Azteken- und Maya-Traditionen treffen auf die Einflüsse der spanischen und französischen Küche und auf arabische Gewürze und Zubereitungsarten – die kulinarische Bandbreite des Landes steht der kulturellen Vielfältigkeit in nichts nach. Das hat auch die UNESCO erkannt: 2010 wurde die mexikanische Küche in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.

Die regionalen Unterschiede der mexikanischen Küche sind recht groß: Während man im Hochland mehr Fleisch, vor allem Rindfleisch und Hammel isst, ist die Küche der Küstennahen Regionen vor allem von Fisch geprägt. Im Norden Mexikos ist vor allem die so genannte „Tex-Mex-Küche“ verbreitet, die Einzelelemente der mexikanischen Küche mit jenen der Südstaaten-Küche (Texas) kombiniert (Chili con Carne).

Stinkfrucht aus Mexiko - Lecker?

Stinkfrucht aus Mexiko – Lecker?

Kulinarik – So vielfältig wie das Land selbst

Die wichtigste Mahlzeit des Tages ist das Mittagessen – entsprechend lange wird gemütlich Siesta gehalten, wenn die Sonne an ihrem Zenit steht. In mexikanischen Küchen steht gegen 14.00 Uhr meist ein Hauptgericht aus Fleisch und Gemüse, Fisch mit Gemüse oder ein Eintopf mit Bohnen und Fleisch auf dem Tisch. Dazu wird jedoch nicht Brot gereicht: Dieses findetman in der mexikanischen Küche kaum – dafür aber Tortillas in Hülle und Fülle! Die Maisfladen gehören in Mexiko überall dazu, genauso wie Chilis oder scharfe Saucen. Dabei werden sie in jeder Region anders zubereitet und werden auch anders genannt: Tacos, Burritos, Tamales, Tostadas, Enchilladas, Quesadillas oder Chilaquiles… Glücklicherweise ist im Urlaub genug Zeit, um jede Variante einmal zu probieren!

Tacos, Burritos, Tamales, Tostadas, Enchilladas – Tortillas!

Neben den scharfen Chili-Saucen wie die „salsa mexicana“ oder „mole poblano“ gehört auch die „guacamole“ zum kulinarischen Alltag der Mexikaner: Das Avocadopüree wird als Dip zu Tortillas oder Fleisch gegessen. Zur zerdrückten Avocado gesellen sich noch Zitronen- oder Limettensaft und Tomatenstückchen.

Typische mexikanische Speisen

Typisches Essen in Mexiko?

Typisches Essen in Mexiko?

Zu Weihnachten und Neujahr essen die Mexikaner vor allem Bacalao, Stockfisch mit Knoblauch, Tomaten und Petersilie. Auch der Birria, ein Eintopf aus Rind- oder Ziegenfleisch findet man häufig auf mexikanischen Speisekarten. Frijoles – braune, weiße, schwarze Bohnen, die entweder frittiert, püriert oder als ganze Bohnen im eigenen Sud gekocht werden, werden fast zu jedem Essen gereicht. Hinter dem Mancha Manteles versteckt sich Schweine- oder Hühnerfleischragout mit Chilis und Früchten, hinter Sopa de Nopales eine Feigenkakteensuppe und hinter Cheviche marinierter roher Fisch. Als Nationalgericht gilt Chiles en nogada, da die Zutaten die Nationalfarben des Landes repräsentieren: Es besteht aus Poblano-Paprika mit Walnuss-Sauce und Granatapfelkernen. Die Chiles en Nogada werden meist mit Picadillo, gewürztem Hackfleisch, gefüllt.

Die wohl beliebteste Süßspeise Mexikos ist der Churro: Das spanische Gebäck aus Brandteig wird in heißem Öl frittiert und dann mit Zucker, Zimt oder Vanillezucker bestreut. Anschließend werden die Churros noch in heiße Schokolade getaucht. An Hauptstraßen, Stränden und Märkten werden die leckeren Kalorienbomben fast überall verkauft.

Getränke in Mexiko
Leitungswasser wird in Mexiko wegen der schlechten Qualität nicht getrunken – Wasser muss in Flaschen oder Kanistern gekauft werden. Ansonsten wird „Aguas“ oder „Aguas frescas“ getrunken, mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte. „Agua de Jamaica“ ist hingegen ein gesüßter Hibiskusblütentee. Tazcalate ist eines der traditionellen Getränke Mexikos, das auf die Maya-Kultur zurückgeht: Ein Getränkepulver aus Kakao und Mais. In Mexiko geht auch sehr viel Limonade über die Theke, angeblich hat das Land auch den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Coca Cola weltweit. Wenn in Mexiko Alkohol getrunken wird, dann vor allem Bier, Tequila, Mezcal oder Pulque. Mezcal wird aus dem Fruchtfleisch der Agave gewonnen – dabei gibt es, je nach Region und Herstellungsart, regionale Unterschiede. Der bekannteste Mezcal ist der Tequila – der heute auf der ganzen Welt in keiner guten Bar fehlen darf.

Einige Fotos meiner Mexiko Rundreise:


Hier gibt es weitere Informationen über Mexiko:

Einkaufen in Mexiko

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Shopping-Malls

Fußgängerzone von Puebla Mexiko

Fußgängerzone von Puebla Mexiko

In allen größeren Städten gibt es Shopping-Malls, die von edlen Boutiquen bis zu Spezialitätenläden viele Geschäfte vereinen. Dort finden sich namhafte Modelabels, Schmuck oder Lederwaren – und das zu vergleichsweise günstigen Preisen. Vor allem Markenware ist in Mexiko zum Teil deutlich günstiger als in Europa. Im Gegensatz zu den Märkten bieten die Malls ihre Ware zu festgelegten Preisen an – gefeilscht wird hier kaum. In der Regel öffnen Geschäfte und Malls zwischen 9 und 11 Uhr ihre Pforten, ganz so genau wie in Europa nimmt man es mit den Öffnungszeiten natürlich nicht. In den großen Touristenzentren haben viele Geschäfte bis 22.00 Uhr geöffnet. Kleine Bistros und Cafés sorgen in den Shopping-Malls für die nötige Stärkung zwischendurch.

Märkte
In allen größeren Städten gibt es Märkte im Freien, die Gemüse, Früchte und Lebensmittel, sowie Souvenirs oder Dinge des alltäglichen Gebrauchs anbieten. Wer auf den Märkten einkauft, kann durchaus ein bisschen handeln und so einen guten Preis erzielen. Am besten einfach morgens in einer Bar nachfragen, wo und wann der nächste Markt stattfindet.

Souvenirs

Das Kunsthandwerk hat in Mexiko eine lange Tradition – auch heute noch sind die Textilwaren (Hängematten, Teppiche etc), Keramik oder Holzfiguren von präkolumbianischen, aber auch von spanischen Einflüssen geprägt. Vielfältige und detailreiche Handarbeitswaren sind trotz Tendenz zur industriellen Massenware noch immer erhältlich und äußerst beliebte Mexiko-Souvenirs. Kunsthandwerk zu festgelegten Preisen ist in den staatlichen Fonart-Geschäften erhältlich.

Auch die „typischen“ Mexiko-Souvenirs wie eine Flasche Tequila bzw. Mezcal oder Sombreros können fast überall erstanden werden. Bekannt ist Mexiko auch für seine günstigen Lederwaren, für die wunderschönen Korbwaren und den kunstvoll gefertigten Gold- und Silberschmuck.

Vorsicht allerdings bei exotischen Souvenirs! Lebende Pflanzen oder Tiere sollten nicht erstanden werden, da seltene Tierarten einerseits unter Artenschutz stehen und diese andererseits nicht einfach nach Europa importiert werden können.

Shopping in Mexiko-Stadt

Auch in Mexico City gibt es zahlreiche Märkte und kleine Geschäfte, in denen man herrlich shoppen kann: Der Bazar Sábado liegt im Stadtteil San Ángel – dort werden vor allem schöne Handarbeiten und außergewöhnliche Malereien angeboten. Das Handwerkszentrum La Ciudadela lockt ebenfalls mit landestypischer Kunst und Handwerksarbeiten. Wer seltene Teppiche oder wertvolle Antiquitäten ersteigern möchte, ist im regierungseigenen Fonart-Geschäft am Alameda-Park gut aufgehoben: Dort stehen seriöse Verkäufer mit Rat und Tat zur Seite.

Einige meiner Fotos von meinem Mexiko Trip:


Weitere Informationen über Mexiko:

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